Rodeostar

Dune Pilot

Der Stoner-Rock, ein überlaufenes Genre. Könnte man meinen – angesichts der unzähligen vollbärtigen Truppen mit tiefgestimmten Gitarren, die derzeit auf die Bühnen stürmen. Doch sind das wirklich alles Stoner-Bands? Oder sind viele davon von der Musik von Kyuss und Co. höchstens beeinflusst? Ein Fuzz-Pedal alleine macht aus Garagenrock nämlich noch keinen authentischen Stoner. Dafür muss man sich dem Genre schon mit Haut und Haaren verschrieben haben.

So wie DUNE PILOT.

Die Münchner zelebrieren den Desert Rock exakt so, wie ihn sich seine Gründungsväter vorgestellt haben. Natürlich mit Vollbart, Fuzz und jede Menge tiefen Tönen, aber auch mit genau dem Groove, den Riffs und dem Sound, der Josh Homme oder Dave Wyndorf die Freudentränen in die Augen treiben würde.

In ihrer jetzigen Besetzung mit Andris (voc), Chris (git), Toni (b, voc) und Georg (dr) existiert die Band erst seit diesem Jahr, doch die Geschichte von DUNE PILOT reicht lange zurück. Chris und Georg spielten erst jahrelang in der Retro-Band YUMA zusammen, bevor sie 2014 DUNE PILOT gründeten. Beinflusst von Kyuss, Rainbow und Black Sabbath wollten sie mit dieser Band endlich ihre Vision von tonnenschwerem Desert Rock verwirklichen. Kurz darauf fand sich mit Sänger Andris das passende Reibeisen, um den ersten Songs die passenden Vocals zu verpassen. Bassist Toni stand von 2010 bis 2015 am Mikrofon der Hardrocker von LEM MOTLOW, bevor er nach einer Auszeit in Hamburg dieses Jahr wieder in die Münchner Szene zurückkehrte und als Bassist und zweiter Sänger dazustieß. Zusammen stehen sie nun vor allem mit den Songs ihres ersten Albums Wetlands von 2015 auf der Bühne, sind aber auch schon dabei, Material für eine neue Scheibe zusammenzustellen. Wohin die Reise geht, kann man auf der Single „Waste“ hören – dem ersten Song, auf dem auch Tonis Vocals zu hören sind.

Doch den Ruf als eine der authentischsten deutschen Stoner-Bands haben sich DUNE PILOT nicht primär mit ihren Aufnahmen erarbeitet. Mit unzähligen Clubshows und als Support von Größen wie ROTOR, DEVILLE oder BLACK TUSK konnten sie eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass sie zuallererst eine Live-Band sind. Ihre Zutaten für einen guten Gig? Groove, Lautstärke – und der richtige Sound. Chris tüftelte über Jahre hinweg mit alten Verstärkern, Fuzzpedalen und Gitarren am perfekten Stoner-Klang – und hat heute ein Setup hinter sich stehen, mit dem regelmäßig die Toupets durch den Saal wehen. Dagegen kommt nur Drummer Schorsch an, wenn er sein übergroßes Acryl-Drumset verprügelt. Aber man muss es schon selbst erlebt haben, um zu verstehen, warum DUNE PILOT als eine der brutalsten Stoner-Dampfwalzen weit und breit gelten. Gelegenheit dafür wird es noch genug geben – denn mit frischer Besetzung und dem ersten Album im Rücken sind DUNE PILOT heiß darauf, die Bühnen Europas zu überrollen.

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